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Spontan-flexible Planung

"Wenn man es nicht schafft zu planen, plant man, es nicht zu schaffen. (Benjamin Franklin) Bist du ein Planer? Ich hab immer behauptet, ich bin es nicht. Aber als Mama mit Teilzeitjob und einem Haus geht’s ohne Planung ziemlich drunter und drüber. Was auch immer wieder passiert. Spätestens wenn der Wäscheberg so hoch ist, dass ich nicht mehr in mein Arbeitszimmer komme oder ich mich über Nebel beklage und dann feststelle, dass ich einfach die Fenster zu lange nicht mehr geputzt habe (waas? Hier im Mittelland ist es oft neblig – hätte ja sein können), ja spätestens dann setz' ich mich mit meiner Agenda hin und versuche, wieder ein bisschen Struktur in den Alltag zu bringen. Und es geht mir definitiv besser mit Struktur und Planung. Von daher ist an diesem Zitat schon etwas Wahres dran. Seit ich dazu noch weiss, was ADS wirklich ist, leuchtet mir auch ein, warum. Aber das ist definitiv ein Thema für sich.


Ein Planer zu sein, ist ja irgendwo auch eine Typen-Frage. Vielleicht kennst du das DISG Modell, bei dem die verschiedenen Persönlichkeitstypen in rot, grün, gelb und blau unterteilt werden. Hier wäre der Blaue der Planer. Ich bin hauptsächlich gelb-grün mit deutlich weniger blau und das sagt ja schon einiges. Hierzu am Rande eine Buchempfehlung: Alles Idioten!? Endlich verstehen wie andere ticken - von Thomas Erikson. Geniales Buch und sehr hilfreich für den Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten (#unbezahltewerbung). Also kann ich eigentlich gar nichts dafür. Bin halt nicht Typ blau. Heisst aber nicht, dass man es nicht lernen kann. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Planung zwar anstrengend sein kann, sich aber meistens lohnt. Wenn ich mir am Vorabend keine Gedanken zum nächsten Tag gemacht habe und somit planlos aufstehe, kommt nicht wirklich viel Produktives dabei raus. Und es trägt auch überhaupt nicht zur inneren Zufriedenheit bei. Ich habe übrigens auch entdeckt, dass eine grobe Wochenplanung mit einer detaillierteren Tagesplanung am Vorabend für mich am besten funktioniert. Langfristige Pläne und ich sind nicht so kompatibel. Denn was ganz sicher nicht fehlen darf, ist Raum für Spontanität. Ich mag es überhaupt nicht, wenn im Januar schon alle Wochenenden bis Juli verplant sind. Ausserdem bin ich viel gechillter bei spontanem Besuch, als wenn ich zwei Wochen vorher weiss, dass jemand zum Essen kommt. Aber das liegt vielleicht eher an meinen Kochkünsten.


Was meinen Job angeht, fiel mir das Planen am Anfang unglaublich schwer. Selbstständig heisst zwar frei und flexibel, aber ohne Planung geht halt auch da nicht viel. Ich empfand es als riesen Druck, wenn ich mir eine Zahl oder ein Ziel für Ende Monat, geschweige denn für Ende Jahr notieren musste und war dann plötzlich in meinem ganzen Tun irgendwie blockiert. Kennst du das?

Mittlerweile habe ich gelernt, das beste Mittel dagegen ist, fleissig zu planen. Auch wenn ich mir das immer wieder sagen muss. Denn wie bei allem: Übung macht den Meister. Und man muss es ja auch nicht übertreiben. Darum bin ich total Fan meiner spontan-flexiblen Planung. Mich würde sehr interessieren, wie und ob du planst? To Do Liste, Wochenplanung, Tagesplanung? Langfristig, kurzfristig? Was motiviert dich mehr? Grosse Ziele, kleine Ziele, Zwischenziele? Freue mich über eure Erfahrungen - hier oder unter meinem Insta-Post: https://www.instagram.com/p/CHxoMi0lEID/?igshid=wzl3uig2l2b3


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